Verbraucherschutz
Landesregierung und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz stärken Zusammenarbeit
Ziel: Verbraucherschutz und Verbraucherrechte auf hohem Niveau gewährleisten.
Solide Finanzierung ist bis 2015 gesichert.
Die Landesregierung und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz stärken ihre Zusammenarbeit und bauen Verbraucherschutz und Verbraucherrechte weiter aus. Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff und Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, stellten heute in Mainz die neuen Schwerpunkte ihrer Zusammenarbeit vor. Sie unterzeichneten eine Vereinbarung bis 2015, welche die Grundfinanzierung der Verbraucherzentrale sicherstellt.
„Die Verbraucherpolitik der Landesregierung versteht sich als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe. Die Erfahrungen der Verbraucherzentrale sind für die Schwerpunktsetzung der Politik von Bedeutung. Dafür lohnt es zu investieren“, betonte Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff
Die Arbeit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz genieße breite politische Akzeptanz. Das Motto der Vereinbarung „Verbraucherschutz und Verbraucherrechte auf hohem Niveau gewährleisten“ ist das Leitbild für die kommenden Jahre.
„Die Verbraucherzentrale wird künftig gegen unseriöse Vertragsgestaltungen oder irreführende Werbung verstärkt mit Abmahnungen und Unterlassungsklagen vorgehen können, da das Land mit einer einmaligen zweckgebundenen Einlage sicherstellt, dass die Verbraucherzentrale nicht das Prozesskostenrisiko tragen muss. Nur ein weiteres Bundesland sieht bisher eine derartige Unterstützung vor“, unterstrich der Minister.
Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, bezeichnet die Ver-einbarung als volle Bestätigung der Arbeit der Verbraucherschützer. Die Grundförderung in Höhe von 1.700.000 Euro verschafft Planungssicherheit und „eröffnet die Möglichkeit, uns neuen Themenfeldern wie der Abmahnung unseriöser Vertragsgestaltungen oder irreführender Werbung zuzuwenden und uns noch stärker bei Themen wie Energie- und Finanzmarkt oder der digitalen Welt zu engagieren, um den dort lauernden Risiken für Verbraucher zu begegnen“, erklärt von der Lühe: „Dafür sind wir der Landesregierung dankbar.“
In den letzten Jahren suchten im Schnitt weit über 100.000 Menschen pro Jahr den Rat der Verbrau¬cherzentralen vor Ort. Fragen zu unseriösen Machenschaften, zu digitalen Medien, zu Energiethemen sowie zur Geldanlage und Alters¬vorsorge werden immer häufiger gestellt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Bürge¬rinnen und Bürger in die Lage zu versetzen, ihre Probleme mit Anbietern von Dienstleistungen und Produkten auf Augenhöhe lösen zu kön-nen“, unterstreichen Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff und Verbraucherschützerin Ulrike von der Lühe.
Die Vereinbarung im vollständigen Wortlaut findet sich auf der Homepage der Verbraucherzentrale unter www.vz-rlp.de/Landesregierung-und-Verbraucherzentrale-staerken-Zusammenarbeit.
VZ-RLP
Gut vorbereitet auf die Visite des medizinischen Dienstes
Tipps zur Vorbereitung aufs Pflegegutachten
Ob und in welchem Umfang Pflegebedürftige Leistungen für die häusliche oder stationäre Pflege erhalten, entscheidet vor allem das Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenkasse. Patienten und Angehörige sollten sich deshalb sorgfältig auf die Visite des Gutachters vorbereiten, um möglichst eine angemessene Unterstützung zu erhalten.
Hilfe bei der Planung dieses ausschlaggebenden Besuchstermins bietet der Ratgeber „Pflegegutachten und Pflegetagebuch“ der Verbraucherzentralen. Das Buch informiert Pflegebedürftige und ihre Familien, auf welche Feinheiten bei der Beantragung von Pflegeleistungen besonders geachtet werden sollte – und zwar von der Antragstellung bis zur Bewilligung. Wer dem Gutachter einen umfassenden Einblick in den Pflegealltag vermitteln möchte, kann im mitgelieferten Pflegetagebuch den täglichen Hilfsbedarf dokumentieren. Tipps gibt’s auch, wenn Leistungen abgelehnt werden. Informationen zum Widerspruchsverfahren sowie Musterbriefe helfen zudem bei der Anfechtung des Pflegebescheids.
Der Ratgeber kostet 7,90 Euro und ist in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro (Porto und Versand) wird er auch nach Hause geliefert.
Bestellmöglichkeiten:
Verbraucherzentrale NRW, Versandservice, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf, Internet: www.vz-ratgeber.de, Tel: +49 (211) 38 09-555,
E-Mail: ratgeber(at)vz-nrw.de, Fax: +49 (211) 38 09-235.
VZ-RLP
